Werner Ziegler

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Coach und Autor dreier Bücher

 

Werner Ziegler wurde 1956 in Kirchentellinsfurt nahe Tübingen geboren.

Er ist verheiratet und hat vier mittlerweile erwachsene Kinder. Der gelernte Bankkaufmann und Betriebswirt arbeitete viele Jahre in Industrie und Handwerk, auch in leitenden Positionen und mit Personalverantwortung.

Mittlerweile ist er seit längerer Zeit schwerpunktmäßig als zertifizierter Trainer, Coach und als Autor tätig. Seine Themen dabei sind die Stressbewältigung, Burnout-Vorbeugung, die Balance der Bereiche Arbeit und Privatleben, sowie die persönliche Weiterentwicklung.

Erfahren Sie mehr unter  www.ziegler-coaching.de .

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Ausgabe Oktober 2016

Die Vierjahreszeiten – der ewige Kreislauf des Lebens

Frühling, das Leben beginnt neu.

Es ist vielleicht die schönste Zeit unseres Lebens. Wir starten ins Leben, sind jung, hoffentlich von unseren Eltern geliebt.  Wir entfalten uns, entwickeln uns und wählen unseren Beruf. Und genau diese Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen in dieser Phase. Gelingt es uns, unseren Traumberuf zu ergreifen? Haben wir eine glückliche Hand bei der Wahl? Denn der Beruf bestimmt unser weiteres Leben.

Hierzu ein Zitat und Impuls.

Was muss der Chef (Vater,  Mutter, Oma, Opa usw.) entdecken? Latente Talente!

(Anonym)

Oft gehen wir an unseren Arbeitsplatz und verrichten ohne Freude und Lust unsere von Routine geprägten Tätigkeiten. Dabei spüren wir, dass tief in uns auch noch andere Talente schlummern, die unserer Firma bzw. unserem Umfeld im Verein usw. gut tun würden.

Sind Sie Chef einer Firma, Abteilungsleiter oder auch Vorstand eines Vereins, versuchen Sie immer wieder Talente Ihrer Mitarbeiter zu erkennen und zu fördern. Dies kann durchaus etwas ganz anderes sein, als die eigentliche Tätigkeit. Mancher Ihrer Mitarbeiter  kann vielleicht gut formulieren oder fotografieren. Nutzen Sie solche Talente für Ihre Firma oder Ihren Verein, indem Sie ihn z.B. an einer hauseigenen Zeitung oder Ihrer Web-Site arbeiten lassen und das eine oder andere seiner Bilder oder Texte dort abstellen. Dies ist nur eine Möglichkeit von vielen.

Fordern und fördern Sie auch privat die Talente Ihrer Mitmenschen Ihrer Kinder, Ihrer Enkel usw.

Sommer, das Leben ist  in seiner heißen und intensiven Phase.

Es ist die Zeit, in der unser Leben am aufregendsten,  am bewegtesten, am intensivsten ist. Die Familie wird gegründet, wir finden und lieben unseren Partner, unsere Kinder kommen zur Welt.

Was können wir tun, damit Partnerschaft, Ehe und Familie harmonieren? Damit wenigstens die Keimzellen des menschlichen Zusammenlebens gut und liebevoll funktionieren? Hierzu ebenfalls ein kleiner Impuls.

Ein jeder, dem gut und bieder das Herz ist, liebt sein Weib/seinen Partner/seine Kinder und pflegt sie mit Zärtlichkeit

(Homer)

Die Liebe ist, vor allem wenn sie noch ganz jung und intensiv ist, das Gefühl, das uns am tiefsten zu berühren vermag. Leider verliert sich diese Intensität mit der Zeit durch die Probleme des Alltags. Wir können jedoch viel dafür tun, sie frisch zu halten.

Führen Sie sich immer wieder vor Augen, was Sie an ihrem Partner lieben. Sagen Sie ihm das oft. Zeigen Sie Ihre Liebe auf die unterschiedlichsten Arten. Überraschen Sie Ihren Partner immer wieder mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Das hält die Liebe jung und kommt bestimmt irgendwann in ähnlicher Form auf Sie zurück.

Herbst, das Leben wird ruhiger.

Es ist  zuerst noch bunt, strahlt in den tollsten Farben. Unsere Enkel kommen. Unser Leben wird aber auch  gemächlicher, gelassener, entspannter, vielleicht auch ein wenig grauer und melancholischer. Schön ist es, wenn wir dann  zurückblicken und sagen können: wir haben es prima hinbekommen.

Aber auch die negativen Vorboten des Alters, die großen und kleinen Zipperlein werden sicht- und spürbar. Was können wir jetzt tun, damit wir auch im Alter noch fit bleiben? Auch hierzu ein kleiner Impuls, mit bildhaftem Zitat.

Alte Stiefel bedürfen viel Schmierens

(Deutsche Redensart)

Wenn wir Menschen, die sehr alt geworden sind, nach dem Geheimnis Ihres Jungbleibens befragen, erhalten wir oft die Antwort, dass sie ständig in Bewegung geblieben sind und sich in hohem Maße körperlich betätigt haben.

Gerade für Menschen, die im Büro arbeiten, ist Bewegungsmangel ein Hauptgrund vieler Erkrankungen, vor allem des Herzens.

Nehmen Sie sich heute oder in den nächsten Tagen vor, sich körperlich zu betätigen und für Bewegung zu sorgen. Für Sport sind Sie nie zu alt. Treiben Sie regelmäßig Sport. Bleiben Sie immer in Bewegung. Schauen Sie auch, was Ihr örtlicher Sportverein alles so bietet in Bezug auf Bewegung und andere körperliche Aktivitäten. „Schmieren“ Sie ständig Ihre Gelenke und Muskeln durch viel Bewegung.

Winter, das Leben erstarrt und erstirbt.

Das Leben und die Natur begeben sich in eine tiefe Ruhe und erholen sich für einen neuen Zyklus. So ist es wohl auch bei uns Menschen. Auch wir und unser mittlerweile alt gewordener Körper legen sich zur Ruhe, im Winter unseres Lebens.

Aber wir haben da ja noch unsere Seele. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie weiterlebt und irgendwann in einem neuen Leben wieder in den Zyklus der vier Jahreszeiten eintritt, bereit dazu, neue und weitere Erfahrungen zu sammeln. Genau dieses ständige Werden und Vergehen führt uns auch die Natur direkt vor Augen.

Auch zur vierten Jahreszeit habe ich für Sie einen kleinen Impuls vorbereitet. Einen Impuls vor allem für unsere Seele, die wohl für lange, lange Zeit erhalten bleibt und die Verbindung zum Göttlichen darstellt.

Musik als Nahrung für die Seele

Seit ich Musik höre, weiß ich, dass ich unsterblich bin. Wieso? Musik ist die Sprache der Seele. Und die wird man nie müde

(Peter Hille, dt. Dichter, 1854-1904)

Immer wenn wir ein großes Musikstück hören, können wir spüren, dass dies Auswirkungen auf unser Inneres hat. Vor allem Musik die uns gefällt, kann uns ergriffen, andächtig und zufrieden stimmen. Sie kann uns tief in unserer Seele berühren.

Nehmen Sie sich immer wieder Zeit, Musik Ihres Geschmacks zu hören. Erlaubt sind dabei alle Richtungen. Die Musik muss Ihnen nur gefallen und sollte eine gewisse Ruhe und Kraft ausstrahlen. Sie können Musik in den eigenen vier Wänden genießen oder als Gemeinschaftserlebnis bei einem Konzert. Nehmen Sie sich Zeit für solche Erlebnisse. Sie sprechen damit Ihre Seele an.

Es gibt noch viele Möglichkeiten, die Seele zu pflegen und ihr Gutes zu tun, z.B. mit einem guten Buch, dem Werk eines Malers oder Fotografen und vor allem mit dem bewussten Aufenthalt in der Natur.

Ihnen wünsche ich jetzt, egal in welcher Lebensphase  Sie sich gerade befinden, einen guten Gang durch die Zyklen und Zeiten des Jahres und des Lebens.

Quelle der kursiv dargestellten Zitate und Zitaterläuterungen:  Buch  „Mehr als nur Sprüche“.

Ausgabe Mai 2016

Liebe ist …

Liebe ist ein weiter, allumfassender Begriff. Im Prinzip so allumfassend wie das Universum, wie eine höhere Macht, wie das liebevolle oder lieblose Verhältnis der Milliarden Menschen untereinander.

Daher habe ich als Einstieg in diesen Beitrag eine kleine Übung zum Nachdenken für Sie ausgewählt. Sie nennt sich „Gedanken der Liebe“.

Gedanken der Liebe

Was bedeutet für Sie Liebe? Denken  Sie über folgende Zitate bzw. Sätze nach:

  • Liebe ist eine Regung der Herzen.
  • Liebe ist zwischen zwei Menschen die Vermählung der Seelen.
  • Liebe ist Aufrichtigkeit, Güte und Integrität.
  • Liebe ist der Gegenpol von Hass, Angst und Neid.
  • Liebe ist die Basis für Frieden mit sich selbst und anderen.
  • Liebe ist universell.
  • Liebe bedeutet „nie um Verzeihung bitten zu müssen“ (Zitat aus dem Buch und Film „Lovestory“, den die Älteren unter Ihnen bestimmt noch kennen).
  • Liebe ist …?

Was ist bzw. bedeutet Liebe für Sie? Gehen Sie 1 oder 2 Minuten in sich und finden Sie weitere Gedanken und Aspekte der Liebe. Machen Sie diese Übung regelmäßig und finden Sie so ständig neue Ausprägungen und Facetten.   Ich versichere  Ihnen, diese Übung tut gut, denn Sie erfüllt Ihr Denken mit positiven Gefühlen. Einfach Gefühlen der Liebe.

Liebe ist …

einer der wichtigsten Aspekte für Erfolg im (Arbeits-)Leben und dies in jeglicher Hinsicht. Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Mitmenschen zu lieben, ihnen positive Gedanken entgegen zu bringen, geht  vieles leichter. Nun weiß ich natürlich aus langjähriger Erfahrung, dies ist nicht so einfach.  Aber gerade die schwierigen Mitmenschen in unserem Umfeld können uns dabei helfen, unsere Liebesfähigkeit zu stärken und  weiterzuentwickeln.

Liebe ist … sich selbst zu lieben.

Die allerwichtigste Basis andere zu mögen, sympathisch zu finden oder ihnen gar liebevolle Gedanken und Gefühle entgegen zu bringen, ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen, sich selbst zu mögen. Das wusste übrigens ein großer Meister schon vor knapp 2000 Jahren und Sie finden viel darüber in den Evangelien des Neuen Testaments.

Hierzu eine  kleine Übung, die hilft, Liebevolles an sich selbst zu finden.

Sie nennt sich „Ich liebe an mir selbst …“

Ich liebe an mir selbst …

  • meine Empathie für andere
  • meine Fähigkeit andere zu unterstützen
  • mein Verständnis für die Mitmenschen
  • meine Hilfsbereitschaft für andere in schwierigen Situationen
  • mein(e) ….

Finden Sie weitere Aspekte, die Sie an sich selbst mögen und die für andere Menschen hilfreich sein können.

Auch diese Übung lebt von der Wiederholung. Machen Sie die Übung daher öfters und finden Sie weitere liebenswerte Eigenschaften und Verhaltensweisen  Ihrer Person. Halten Sie diese Gedanken schriftlich fest und lesen Sie sich die dabei entstehende ‚Liebesliste‘ immer wieder vor.

Liebe ist … andere zu lieben und zu mögen.

Wenn wir es geschafft haben, uns selbst (ein wenig) zu mögen, mit uns und unserem Leben weitgehend zufrieden und im Reinen zu sein, haben wir die Vorrausetzung geschaffen, andere zu mögen und zu lieben, egal wie Sie sich uns gegenüber verhalten. Dann können wir uns daran wagen, ihnen gute, positive und liebenswerte Gedanken entgegen zu bringen.

Auch hier habe ich für Sie eine kleine Übung vorbereitet.

Sie nennt sich „Heute versende ich Wellen der Liebe“

Heute versende ich Wellen der Liebe an … (hier den Namen eines Mitmenschen einsetzen, mit dem Sie immer wieder Probleme haben)

  • Stellen Sie sich diesen Menschen vor, wie er erfolgreich seine Arbeit verrichtet.
  • Stellen Sie sich vor, wie er oder sie auf Sie zukommt und Ihnen ein freundliches Wort zuteilwerden lässt, oder dies bei anderen tut.
  • Hegen Sie für ihn gute Wünsche in Bezug auf seine Gesundheit.
  • Finden Sie sympathische Züge und Stärken an ihm.

Und dann, wenn sich in Ihrem Innern für diesen Menschen ein  positives und liebevolles Gefühl aufgebaut hat, konzentrieren Sie sich nochmals auf ihn, stellen Sie sich Ihre positive Emotion für ihn wie Energiewellen oder Rundfunkwellen vor und senden Sie diese guten Wellen  energievoll in seine Richtung. Stellen Sie sich vor, wie er aufblüht und strahlt, wenn ihn diese Wellen erreichen.

Auch diese Übung wirkt nicht beim allerersten Mal und erfordert regelmäßige Anwendung. Dann aber, und dies kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung versichern, dann beginnt sie zu wirken.

Sollte es nun in Ihrer Umgebung Menschen geben, die besonders böse, habgierig, neidisch, falsch sind und Sie können diesen nichts positives abgewinnen (ich weiß, auch das gibt es), dann hilft es nur, diese Menschen so weit wie möglich aus seinem Umfeld oder seinem Denken mit guten Wünschen körperlich und oder geistig zu verabschieden.

Zum Abschluss des Beitrags wünsche Ich Ihnen, dass Sie viele positive Emotionen und „Liebeswellen“ von Ihren Mitmenschen empfangen dürfen. Und für Sie selbst wünsche ich immer viel Energie und gute Emotionen  und Gefühle zum Ausstrahlen und Versenden.

Denn Liebe/Selbstliebe/Nächstenliebe ist in der Tat der stärkste Faktor für ein erfolgreiches und erfülltes Leben in jeder Hinsicht.

Sollten Sie noch weitere Anregungen und ergänzende Übungen zu diesem Thema wünschen, können Sie in meinen beiden Büchern noch eine Menge davon finden.

 

Ausgabe März 2016

Nichts wie raus in die Natur

– wie Sie sich Ihre Bewegungsvorteile sichern

 

Der Frühling kommt langsam, aber mit Macht. Und so kommt auch wieder die Zeit, da wir viel an die frische Luft gehen können. Der Frühling lädt einfach dazu ein. Wir kommen raus aus oftmals sauerstoffarmen Räumen und können frische Luft pur aufnehmen. Dies ist ein ganz wertvoller Beitrag für die  Gesundheit

 

Deshalb möchte ich meinen Beitrag in der Blue mit dieser Aufforderung beginnen:

 

Die Natur muss gefühlt werden (Alexander von Humboldt)

 

Aus Zeitmangel bewegen wir uns oft viel zu selten in der freien Natur. Vor allem diejenigen, die in den Städten wohnen, kennen die Natur nur noch am Rande.

Nehmen Sie sich also gerade jetzt im Frühling die Zeit und gehen Sie mal wieder einen ganzen Tag hinaus in die Natur. Wandern Sie und beobachten Sie. Suchen Sie ruhig auch etwas einsamere Wege, weit abseits der Straßen.

Beobachten und fühlen Sie dann mit allen Sinnen. Berühren Sie Bäume und Gräser. Schauen Sie Pflanzen in all ihren Details an. Riechen Sie die Düfte der Natur. Hören Sie die Geräusche.  Lassen Sie jedoch schöne Blumen oder Pflanzen, die Sie auf so einer Wanderung vielleicht finden, dort stehen wo sie wachsen. Bewegen Sie sich in der Natur, aber verändern Sie möglichst wenig. Wenn Sie dann von Ihrer Wanderung zurückkehren, werden Sie vielleicht ebenso wie Anton P. Tschechow (1889) feststellen: „Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel.“

Ganz wichtig ist, nicht nur alle 4 Wochen nur ein oder zweimal rauszugehen, sondern das Ganze regelmäßig zu machen und auch ein wenig bewegungsintensiver zu gestalten.

Hier hat nachfolgendes Motto und Zitat eine wichtige Bedeutung:

 

Laufen und Bewegung ist gut für Herz und Gemüt

Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl; aber ein betrübtes Gemüt lässt das Gebein verdorren (Sprüche 17, 22)

Alle gerade angesprochenen Bereiche, vom Gemüt über das Herz, bis zu Ihren Gliedmaßen, fordern und fördern wir beim Laufen bzw. beim flotten Gehen oder Walken. Es fällt uns jedoch schwer, für Bewegung zu sorgen, wenn das Herz erst einmal erkrankt ist. Beugen Sie vor und machen Sie es sich zur Gewohnheit, mindestens 2 Mal pro Woche circa eine halbe Stunde bis Stunde zu laufen oder etwas zügiger zu gehen. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:

  • Laufen Sie nicht gar zu schnell und mit übertriebenem Ehrgeiz.
  • Kaufen Sie sich gute Laufschuhe.
  • Laufen Sie am besten mit jemandem zusammen, das macht mehr Spaß.

 

Beim Laufen oder Gehen stellen sich folgende Wirkungen ein:

  • Ihr Gehirn wird mit Sauerstoff versorgt und Glückshormone werden freigesetzt.
  • Leichte Depressionen können weichen. Sie beugen also dem zweiten Teil des Spruches vor (ein betrübtes Gemüt lässt das Gebein verdorren).
  • Es kommen Ihnen wunderbare Ideen.
  • Sie verbrennen Fett und entschlacken somit Ihren Körper.
  • Sie trainieren Ihr Herz und Ihre Muskulatur.

Ähnliche Wirkungen erzielen Sie auch mit anderen Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking.

 

Beim Gehen entspannen

Ganz wunderbar lässt sich ein Spaziergang auch mit einer entspannenden Atemübung verbinden.

Kombinieren Sie dabei Ihre Atmung auf einem etwas ruhigeren Wald- oder Wanderweg mit Ihren Schritten.

  • Atmen Sie zuerst ein paar Mal ruhig und gleichmäßig ein und aus.
  • Gehen Sie jetzt dazu über 4 Schritte bewusst einzuatmen.
  • Halten Sie dann den Atem für 2 Schritte an.
  • Atmen Sie anschließend für 4 Schritte wieder aus.
  • Dann nach zwei Schritten Atempause wieder 4 Schritte lang einatmen usw.
  • Dies ca. 2 bis 3 Minuten beibehalten und die Übung mit einer längeren Ein- und Ausatmung
  • beenden.
  • Dann wieder zum Spaziergang übergehen und die Natur bewusst wahrnehmen.

Eine wunderbare, tiefe Entspannung ist die Belohnung.

Und wenn Sie nun abends zuhause sind und die  Frühlingsgefühle machen sich auf schöne Art und Weise über die Glückshormone bemerkbar, dann verwöhnen Sie doch einfach Ihren Partner oder Partnerin mit einer schönen Streichel- oder Massageeinheit oder lassen Sie sich mit einer solchen verwöhnen.

So zeigt sich dann der Frühling für Sie und Ihre Gesundheit in jeder Hinsicht von seiner feinsten Seite.

 

Ich wünsche Ihnen eine gesund-entspannte Zeit mit viel Gelegenheit zum Aufenthalt in der freien Natur.

Viele weitere solcher Impulse für die Gesunderhaltung durch Entspannung in Verbindung mit der Natur finden Sie in meinen beiden Büchern, denen auch ein kleiner Teil der obigen Anregungen entnommen ist.

Ausgabe Dezember 2015

Für einen guten Weg durch 2016

 

Beginnen möchte ich meinen Beitrag für einen guten Weg durch 2016 mit einem kleinen Auszug aus einem Songtext:

 

„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg ist steinig und schwer“

Xavier Naidoo

 

Hier stellt sich nun gleich zum Auftakt die Frage:

Muss der Weg steinig und schwer werden bzw. sein? Oder liegt das alleine an uns?

Haben wir es selbst in der Hand wie unser Weg wird? Können wir ihn selbst gestalten? Oder ist der Weg so, wie wir ihn selbst einfach nur wahrnehmen?

Meine Antwort ist ein klares „ jein“.

So manches haben wir nicht in unserer Hand. Schicksalsschläge in unserem Umfeld, in unserer Familie, Todesfälle,  dagegen können wir nichts machen. Dies alles ist wohl  vorbestimmt.

Schwere Krankheiten von uns bekannten oder geliebten Menschen können uns von heute auf morgen auf unserem Weg ereilen, bzw. unseren Weg beträchtlich erschweren.

Aber immer haben wir die Möglichkeit,  selbst zu bestimmen, wie wir persönlich mit solchen Unwägbarkeiten und Schicksalsschlägen umgehen. Gelingt es uns mit unserem Denken auf der positiven Seite zu bleiben? Können wir den  Dingen, die uns widerfahren, irgendwie auch einen hilfreichen Aspekt abringen?

Dietrich Bonhoeffer z.B. fühlte sich selbst im Konzentrationslager der Nazis „von guten Mächten wunderbar geborgen“.

Wenn Sie nun ins Jahr 2016 starten, haben Sie sicherlich auch einige Vorsätze und Vorhaben geplant.

Was diese anbetrifft gilt vor allem  die Aussage von Winston Churchill: Gib nie, nie, nie auf.

Was Ihre Planung anbetrifft: Planen Sie, planen Sie aber nicht alles. „Ver-planen“ Sie nicht den Großteil Ihrer Zeit. Lassen Sie sich Raum und Zeit für Ungeplantes. Geben Sie Ihren Plänen Zeit zum Heranreifen. Es gilt: alles wahrhaft Große wächst langsam.

Geben Sie sich auch Raum und Zeit für Freiheiten und für Aktivitäten, die Sie ganz besonders gerne tun. Und, tun Sie diese dann auch.

Handeln Sie sozusagen nach dem Sprichwort: der Weg ist das Ziel.

Gehen Sie Ihren Weg mit allen Sinnen, denn dann bleiben Sie bei Sinnen.

Schauen Sie auch links und rechts des Weges. Beachten Sie, was dort blüht, will heißen, nehmen Sie nicht nur Müll und ähnliches wahr, sondern beachten Sie vor allem das Schöne.

Nehmen Sie nicht nur die großen,  wuchtigen Bäume wahr, sondern auch die kleinen zierlichen Pflänzchen.

Beachten Sie nicht nur die großen Autoren und Verlage, sondern auch die etwas unbekannteren.

Richten Sie Ihr Augenmerk nicht nur auf die großen Werke der Literatur, sondern auch auf die kleinen, aber besonders feinen Literatur- und Buchangebote.

Ein paar wenige wichtige Stichworte, die es jedoch besonders wert sind, beachtet zu werden, möchte ich Ihnen noch mit auf ‚den Weg‘ geben.

Die Liebe, die Selbstliebe.

Lieben Sie sich selbst, dann sind Sie auch in der Lage, Ihren Nächsten zu lieben. Seien Sie mit sich selbst zufrieden und gehen Sie nicht des Öfteren zu hart mit sich ins Gericht.

Dies meinte Jesus, als er schon vor 2000 Jahren sagte: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Das Vertrauen, das Selbstvertrauen   

Vertrauen Sie Ihren äußeren und inneren Helfern. Vertrauen Sie sich selbst. Vertrauen Sie den Impulsen, die aus Ihrem Inneren kommen.  Besuchen Sie regelmäßig Ihr Inneres, Ihr Unterbewusstsein, indem Sie meditieren bzw. die Ruhe suchen.  Beziehen Sie aus diesen „Besuchen“ auch eine Menge Selbstvertrauen.

Der Glaube

Verlieren Sie niemals Ihren Glauben an sich selbst und an Ihre Helfer. Nennen Sie diese(n) Helfer Universum, Gott, das große Gemeinsame, das Unter- oder das Überbewusstsein, Engel, Jesus …

Die Gesundheit

Und hier der wohl wichtigste Impuls des Beitrags:

Wählen Sie sozusagen einen ganzheitlichen Ansatz: Achten Sie regelmäßig  auf Ihren Körper, auf Ihr Denken und auf Ihre Seele. Lassen Sie allen drei Bereichen regelmäßig Gutes angedeihen.

Und als kleine Zugabe noch:

der Humor

Lassen Sie sich diesen niemals nehmen. Lachen und Humor sind bekanntermaßen die beste Medizin.

Apropos Humor:  Kommt ein Mensch zum Arzt und fragt:

Herr Doktor, ich habe Humor. Können Sie mir helfen?  😉

Mit dem Rüstzeug aus diesem Beitrag, so hoffe ich, wird es bestimmt ein guter Weg durch 2016.

Viele tiefergehende Impulse und Übungen zum gerade Geschriebenen  habe ich für Sie in den beiden Büchern „Mehr als nur Sprüche“ und „365 Erfolgsbausteine“ bereitgestellt.

Es verbleibt mir jetzt noch, Ihnen für 2016 und für viele weitere folgende Jahre allzeit gute, sichere, erfolgreiche, gesunde und erfüllte Wege zu wünschen.

Ausgabe Oktober 2015

Wenn die Abende wieder länger werden …

Der Sommer ist vorbei. Es ist Herbst geworden. Die Abende werden  länger und länger. Wir sind wieder viel drinnen in unseren ‚ guten Stuben‘.

Dann kann es auch passieren, dass wir gar nicht so recht wissen, was wir mit uns selbst und unserer freien Zeit  anfangen können. In unserer Not schalten wir dann den Fernseher ei n‚ datteln‘ mit dem Handy oder surfen planlos im World Wide Web.

Vielleicht überlegen wir uns aber irgendwann mal doch, was wir mit unserer wertvollen (Lebens-)Zeit am Abend sinnvoller Weise anfangen könnten. Wir grübeln vielleicht sogar darüber, wie wir unsere körperliche, mentale oder seelische Gesundheit erhalten.

Geht es Ihnen gelegentlich genauso?

Dann habe ich nachfolgend ein paar Impulse und Anregungen, was Sie tun könnten oder auch mal nicht tun sollten. Nehmen Sie sich dafür vielleicht einen oder zwei Abende in der Woche vor.

Was Sie ein –  oder zweimal in der Woche an einem freien Abend mal bleiben lassen könnten:

Tagesschau anschauen  – überhaupt den Fernseher einschalten – Nachrichten im Radio hören –  Zeitung lesen,  vor allem die erste Seite der Tageszeitung – planlos im World Wide Web surfen – sich den ganzen Abend in Xing oder Facebook aufhalten – irgendetwas für seine alltägliche Arbeit tun -einfach nur passiv auf der Couch liegen.

Was Sie ein –  oder zweimal in der Woche an einem freien Abend tun sollten:

eine gute Musik hören – mit seiner Partnerin, seinem Partner angenehm kommunizieren – ein gutes Buch lesen – inspirierende Lektüre lesen (in diesem Falle auch ausnahmsweise am PC, z.B.  in der aktuellen und den alten Ausgaben der EMOTIONAL  BLUE J ) – eine Tasse Tee oder auch mal ein Glas Rotwein trinken –  etwas für Körper, Geist und Seele tun – sich bewusst machen, was tagsüber gut lief und für was es wirklich Grund zur Dankbarkeit gibt.

Ein paar konkrete Impulse für Körper Geist und Seele

Damit Sie gleich noch etwas Konkretes ‚in der Hand‘ haben, hier noch ein paar Anregungen, für die Pflege von Körper, Geist und Seele – in den eigenen vier Wänden abends prima umzusetzen.

Für Ihren Körper:

machen Sie ein wenig Gymnastik oder Yoga. Falls Sie in dieser Richtung noch nicht allzu viel wissen: Besuchen Sie doch einen Kurs, zum Beispiel bei der VHS oder einfach dort, wo solche Kurse angeboten werden und lernen Sie Yoga oder Gymnastik. Wenn Sie dann regelmäßig auch in Ihren eigenen vier Wänden üben, leisten Sie einen wertvollen  Beitrag für Ihre Gesundheit.

Für Geist und Seele:

Hier habe ich für Sie eine kleine meditative Übung aus meinem Fundus. Nehmen Sie auf einem Stuhl bequem Platz, versuchen Sie jedoch nicht anzulehnen. Sitzen Sie aufrecht, die Hände sind leicht auf Ihren Schenkeln abgelegt. Schließen Sie sanft die Augen. Beginnen Sie dann Ihre Atemzüge jeweils beim Ausatmen zu zählen, ohne an etwas anderes zu denken. Zählen Sie so bis 10 und versuchen Sie wahrzunehmen, wie sich beim langsamen Einatmen die Bauchdecke hebt und beim Ausatmen wieder senkt. Schleicht sich ein störender Gedanke ein, beginnen Sie einfach von vorn.

Wenn Sie jetzt zur Ruhe gekommen sind, richten Sie abschließend ein paar Bitten oder einen Dank an Ihr Inneres – vielleicht auch in Form eines Gebets. Fühlen Sie sich und werden Sie dankbar für alles was Sie bisher / heute an Positivem erfahren haben. Wenn Sie dann so in den Abend und in die Nacht gehen, haben Sie alles für einen guten und gesunden Schlaf getan. Zum Schluss die Arme anspannen, tief durchatmen und die Augen wieder öffnen.

Jetzt abschließend noch mein Wunsch an Sie:   überlegen Sie einfach selbst, was Ihnen an einem solchen langen Abend besonders gut tun könnte. Und dann:  tun Sie es!

Ich wünsche Ihnen und den anderen  Lesern der EMOTIONAL BLUE viele schöne Abende.

Ausgabe Juli 2015

Mein Kind, prüfe, was für deinen Leib gesund ist; und sieh, was für ihn ungesund ist, das gib ihm nicht

(Sirach 37, 30)

 

Durch die zahlreichen Informationen, die wir in allen möglichen Quellen, wie in Büchern, Zeitschriften  oder im Internet finden, verlieren wir manchmal die Übersicht, wie denn eine gesunde und richtige Ernährung aussehen sollte. Nicht alle Informationen sind solide und unbedingt richtig. Was gestern erforscht wurde, kann heute schon wieder falsch sein.

Deshalb habe ich an dieser Stelle für Sie eine zusammenfassende Ernährungsempfehlung der Krankenkassen. Sie gilt in diesem Fall für Menschen, die hauptsächlich eine Bürotätigkeit oder geistige Tätigkeit ausüben. Schwer körperlich arbeitende Menschen oder Leistungssportler müssen natürlich einen anderen Maßstab anlegen und benötigen mehr Kalorien.

 

Essen Sie täglich:

Circa 400 g Gemüse oder Salat, analog circa 100 g Hülsenfrüchte.

Ungefähr 250 g Obst. Es gilt auch die Formel fünfmal täglich in kleinen Mengen Obst oder Gemüse.

30 g Koch- oder Streichfette bzw. Öle, hier vorzugsweise Olivenöl.

300 g Brot (dies sind ca. 5 – 6 Scheiben), dazu zwei Scheiben fettarme Wurst, bevorzugt Schinken.

¼ l Milchprodukte, auch Joghurt oder Dickmilch mit möglichst niedrigem Fettgehalt plus

2 Scheiben Käse pro Tag

durchschnittlich 5 – 6 Kartoffeln oder ca. 100 g Nudeln (Rohgewicht), alternativ ca. 60 g Reis.

Essen Sie pro Woche:

1 Fischmahlzeit, 2 bis 3 mal 1 Ei, 2 – 3-mal pro Woche ca. 150 g Fleisch.

 

Dies ist jedoch nur eine Richtlinie. Wer auf ärztliches Anraten Diät halten muss, für den gelten selbstverständlich andere Vorgaben. Ernährungsempfehlungen gibt es auch im Yoga. Diese wiederum sind stark vegetarisch orientiert und haben natürlich auch ihre Richtigkeit und Segnungen für Ihre Gesundheit.

 

Und ganz wichtig: die leckeren Rezepte, die Ihnen ab sofort Bea hier im aktuellen Magazin anbietet, sollen, nein müssen Sie sogar ganz uneingeschränkt genießen. Verbannen Sie die Frage, ob das nun auch gesund sei, was Bea so alles im Rezepte-Fundus  hat, völlig aus Ihren Gedanken.

 

Denn wird liebevoll nach einem tollen Rezept gekocht, erfüllt sich der Satz: die Liebe geht durch den Magen. Und Liebe, die durch den Magen geht, ist eines der tollsten ‚Gefühle‘ überhaupt J

 

In diesem Sinne: allzeit guten Appetit.

 

(Impuls aus den Mittwochs-Themen meines Buches ‚Mehr als nur Sprüche‘ – basierend auf der sogenannten Ernährungs-Pyramide der Krankenkassen)

Ausgabe März 2015

Ganzheitlich fit und gesund bleiben

Der Körper ist die leibliche Hülle, die alles zusammenhält. Ist diese Hülle nicht mehr intakt, sind oder werden wir krank. Eine körperliche Krankheit, ausgelöst durch falsche Ernährung, durch eine unsolide Lebensweise oder durch Bewegungsmangel,  strahlt auf unsere Psyche aus und lässt dann auch diese unter Umständen krank werden. Genauso ist es im umgekehrten Fall. Pflegen wir falsche und negative Gedanken, strahlen diese auf unser körperliches Befinden aus und führen zu Erkrankungen unserer Organe.

Körper, Geist und Seele stehen also in Abhängigkeit zueinander. Daher ist bei der Gesunderhaltung der sogenannte ganzheitliche Ansatz von besonderer Wichtigkeit.

Ganzheitlich bedeuten in diesem Fall, nicht nur den Körper zu beachten und zu pflegen, sondern auch den Geist, das Denken und das seelische Befinden.

In diesem Beitrag erhalten Sie Anregungen, wie Sie Ihren Körper behandeln und pflegen, wie Sie durch Ihr Denken das Gesundbleiben oder Gesundwerden unterstützen können und welche Rolle die seelisch-spirituelle Komponente spielen kann.

Gesundheits-Impulse auf der körperlichen Ebene.

Hier spielen im Prinzip drei Ansätze eine hilfreiche Rolle.

  1. Bewegung:  Treiben Sie mindestens zwei bis dreimal in der Woche regelmäßig Ausdauersport. Als laufen Sie, gehen Sie, joggen Sie, schwimmen Sie oder fahren Sie Rad.

1/2 Stunde bis Stunde je Einheit sollte es sein.  Wählen Sie die Bewegungsform aus, die Ihnen am meisten Freude bereitet.

  1. Achten Sie auf Ihre Ernährung. Hier gibt es jedoch sehr viele Ansätze, die alle etwas für sich haben können. Meine Empfehlung ist, nicht zu einseitig zu werden.  Empfehlenswert ist  z.B. die sogenannte Ernährungspyramide empfohlen von den Krankenkassen. Googeln Sie einfach unter dem Stichwort „Ernährungspyramide“, oder schauen Sie auf der Webseite Ihrer Krankenkasse.
  2. Trinken Sie regelmäßig: Je nach Temperatur so 1,5 – 2,5 Liter (Mineral -) Wasser, gemischte Fruchtsäfte oder Tee sind eine Grundregel. Jedoch, ein Gläschen Rotwein am Abend darf es durchaus auch mal sein.

Gesundheits-Impulse auf der mentalen Ebene.

Hier spielen die Gedanken bzw. das Denken insgesamt eine wichtige Rolle.

Der Apotheker Émile Coué erkannte, dass jeder Gedanke das Bestreben hat, sich zu verwirklichen, je länger er das Bewusstsein füllt. Coué empfahl daher eine ständige und oftmalige Wiederholung positiver Sätze wie „Es geht mir in jeder Hinsicht jeden Tag besser und besser“. Wichtig ist dabei eine regelmäßige und intensive Wiederholung solcher oder ähnlicher Sätze. Dies sind sogenannte Suggestionen.

Auch das Achten auf die Atmung kann für die (mentale) Gesundheit förderlich  sein.  Mit der Atmung können Sie Ihre oftmals gestressten Gedanken zur Ruhe bringen. Hier eine kleine Übung, bei der Sie durch gute Sauerstoff-Zufuhr auch für Ich körperliches Wohlbefinden gleich etwas tun:

Gönnen Sie sich eine Sauerstoffdusche. Gehen Sie dazu an die frische Luft oder öffnen Sie das Fenster. Legen Sie alle 5 Fingerkuppen der einen an die entsprechenden Kuppen der anderen Hand und drücken Sie  mit mittelstarkem Druck die Kuppenpaare gegeneinander. Jetzt atmen Sie ungefähr 10 Atemzüge ruhig und konzentriert weiter. Ihr ganzer Körper wird nun mit einer ordentlichen Portion Sauerstoff versorgt. Wohlbefinden stellt sich ein.

Gesundheits-Impulse auf der seelisch-spirituellen Ebene

Danach lass den Arzt zu dir, denn der Herr hat ihn geschaffen…

(Sirach 38, 12)

Wenn wir unter einer schweren körperlichen Krankheit leiden, der Verstand jedoch noch gut funktioniert, fällt es uns oftmals schwer, unseren Glauben zu bewahren. Wir grübeln und zweifeln. Ein Gebet zu sprechen, ist dann eine schwierige Übung.

Wenn Sie während einer schweren Krankheit  allmählich wieder auf dem Weg der Besserung sind, versuchen Sie es einfach mal. Beten Sie und formulieren Sie dabei positive Gedanken. Bedanken Sie sich für erzielte Fortschritte. Ihre Gebete und dabei gedachten bzw. positiv formulierten Gedanken wirken auch auf Ihr Unbewusstes und können Ihnen dann gut tun.

Manchmal jedoch verspüren wir es am eigenen Leib, Glaube und positives Denken alleine reichen nicht. Wir brauchen einen Fachmann, den Arzt, der uns beim Gesundwerden unterstützt. Vertrauen Sie deshalb Ihrem Arzt und unterstützen Sie sein Handeln durch positives Denken und durch Ihre Gebete. Die Kombination aus allem vermag den gesundheitlichen Erfolg zu erzielen.

Viele, viele weitere solcher Impulse, insbesondere auch zum ganzheitlichen Ansatz.  finden Sie auf meiner Webseite, dort speziell unter diesem Link:

http://www.ziegler-coaching.de/ganzheitlicher-ansatz.html

Hier finden Sie auch gleich zu jedem Bereich eine weitere Übung.

Auch in meinen beiden Büchern befinden sich weit mehr als dreihundert Anregungen und Stichworte zum Thema Gesundheit und Gesunderhaltung:

http://www.ziegler-coaching.de/buch.html

Jetzt bleibt noch  Ihnen eine gesunde Zeit, im besten ganzheitlichen Sinne, zu wünschen.

Ausgabe Januar 2015

Große Ziele verwirklichen – hohe Gipfel erreichen

Zu Beginn eines Jahres haben wir oft hohe und redliche Ziele oder  Vorsätze. Doch viele davon haben wir schon nach wenigen Tagen oder Wochen vergessen, bzw. wir fangen gar nicht mit deren Umsetzung an.

Damit das nicht passiert, sind drei Punkte besonders wichtig:

sein Vorhaben gut zu planen (am besten schriftlich) – sich mit ganzer Kraft einzusetzen, sich auf sein Projekt zu konzentrieren – überhaupt zu starten.

Finden Sie dazu nachfolgend drei wichtige Impulse.

Nur wer das Ziel kennt, kann treffen

(Griechisches Sprichwort)

Oft haben wir nur eine vage Vorstellung von dem, was wir tatsächlich erreichen möchten. Wir haben eine ungefähre Zielvorstellung. Als Folge müssen wir dann feststellen, dass wir das Ziel nicht immer erreicht haben.

Planen Sie nicht nur Ihre Zeit, sondern definieren Sie auch konkret Ihre Ziele. Dies kann sowohl ein Tagesziel sein, also auch die exakte Beschreibung des Endziels bei einem großen Vorhaben. Planen und fixieren Sie vor allem bei einem größeren Vorhaben Ihr Ziel schriftlich. Vergleichen Sie die Vorgehensweise wenn Sie bei einer Wanderung oder einem Ausflug ein festes Ziel haben und die Route dorthin planen. Nur dann werden Sie auch sicher dort ankommen, wo Sie eigentlich hin wollten.

Vorsatzformel: Ich lege mein Ziel genau fest. Heute möchte ich…….. erreichen (anstelle der Punkte das Ziel einsetzen).

Bei allem was man tut, ist es wichtig, sich mit ganzer Kraft einzusetzen

(Konfuzius)

Selbst wenn wir unsere Ziele kennen, sind sie noch nicht erreicht. Wir müssen jetzt unsere ganze Kraft einsetzen, um auf dem Weg dorthin vorwärts zu kommen und das Ziel zu erreichen. Dies gilt auch im Arbeitsleben. Um die Ziele der Firma zu realisieren, bedarf es der Kraft aller Mitarbeiter. Hinzu kommt noch, dass die Arbeitskraft aller Mitarbeiter im Prinzip auf ein gemeinsames Ziel gebündelt sein muss, ähnlich einem Laserstrahl.

Wichtig ist es, dass Sie Ihre ganze Kraft für Ihre momentane Tätigkeit einsetzen. Genauso wichtig ist es, Ihre Kraft immer wieder aufzutanken. Dies geht am besten mit regelmäßigen Atem- und Entspannungsübungen. Einige  Übungen finden Sie in meinen Büchern oder quer über meine Webseite verteilt – http://www.ziegler-coaching.de

Vorsatzformel: Ich bündele die Kraft für mein Vorhaben.

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt

(Chinesische Weisheit)

Haben wir wirklich alles gut überlegt, ausreichend  besprochen und detailliert geplant? Manchmal sind wir nicht schlüssig, ob wir loslegen sollen. Wir zögern und verharren, weil der Weg zum Ziel weit erscheint.

In der Regel bedarf es jedoch nur eines kleinen Schrittes, um zu beginnen.

Tun Sie diesen Schritt. Starten Sie und gehen Sie auf die Reise. Dies ist das Wichtigste überhaupt: zu starten, zu beginnen. Arbeiten Sie Ihre Pläne Schritt für Schritt ab. Schreiten Sie vorwärts. Wenn Sie stolpern stehen Sie wieder auf. Überarbeiten Sie notfalls Ihre Pläne. Lernen Sie aus Fehlern und gehen sie weiter. Vielleicht wird dann auch ‚ein kleiner Schritt für Sie  zu einem großen Schritt für die Menschheit’, wie der erste Mann auf dem Mond, Neil Armstrong, schon ähnlich feststellte.

Vorsatzformel: Ich starte mein Vorhaben.

Diese und viele weitere Impulse für einen guten und erfolgreichen Weg durch die Höhen und Tiefen des neuen Jahres finden Sie in meinem Buch „Mehr als nur  Sprüche“. Ich wünsche Ihnen allzeit gute und sichere Wege bei der Umsetzung Ihrer Projekte und Vorhaben.

Ausgabe November 2014

Sein „Handwerkszeug“ schärfen

Es war vor langer Zeit in einem winterlichen Monat, als am Rande eines tief verschneiten Waldes zwei  Waldarbeiter den Auftrag hatten, für ihre Firma Brennholz zu spalten.

Beide Arbeiter standen mit ihren Äxten vor einem jeweils riesigen, ungefähr gleich großen Berg zu spaltenden Holzes.

Während der eine ohne Pause und scheinbar ohne zu ermüden,  Stunde um Stunde spaltete, legte sein Kollege immer wieder eine kurze Pause ein, während der er durchatmete und seine Axt schärfte.

Als sie am Abend ihr Tagwerk betrachteten, hatte der, der immer wieder eine kurze Pause eingelegt hatte, deutlich mehr gespalten und war sichtbar weniger erschöpft.

„Wie hast du das gemacht?“, fragte ihn sein müde gewordener Kollege erstaunt.

„Ganz einfach, ich habe in den kurzen Pausen immer wieder mein Handwerkszeug geschärft!“

Schärfen auch Sie, liebe Leserin oder Leser, immer wieder Ihr „Handwerkszeug“, indem Sie während Ihrer Arbeit oder Ihren Besorgungen, egal ob zuhause oder in der Firma,  regelmäßig kleine Pausen einlegen.

Dabei lässt sich das symbolische Handwerkszeug (hier die Axt) gut in den mentalen Bereich (das Denken) übertragen. Denn was für den Handwerker sein Werkzeug ist, das ist für den „Kopfarbeiter“ das Denken.

Und hier hilft in der Regel oft eine kleine Atemübung oder eine meditative Entspannungsübung, um die Gedanken zur Ruhe zu bringen.

Schaffen Sie sich so immer wieder Inseln der Ruhe, auch in Ihrem Privatleben. Dies ist gerade in der oftmals hektischen Vorweihnachts- oder Weihnachtszeit von ganz besonderer Wichtigkeit.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit.

Ausgabe September 2014

Urteile und Vorurteile

Eine schon etwas betagte, aber noch rüstige Dame begab sich an einem kühlen Herbsttag in ein Restaurant, um ihren kleinen mittäglichen Hunger mit einer Suppe zu stillen. Im Restaurant war an diesem Mittag nur noch wenig los.

Mit ihrer Suppentasse voll dampfender Suppe begab sie sich an einen Stehtisch, mitten im Lokal. Dort angekommen bemerkte sie, dass sie ja den Löffel vergessen hatte. Sie stellte ihre Handtasche unter den Tisch und holte an der Theke einen Löffel.

Als sie sich wieder umdrehte sah sie, wie ein dunkelhäutiger junger Mann mit lockigen, etwas längeren Haaren am Tisch stand und die Suppe genüsslich zu sich nahm.

Zuerst war sie perplex. Dann jedoch stellte sie sich zu ihm hin und sie löffelten, ohne viel zu reden, gemeinsam die Suppe aus der Tasse.

Der junge Dunkelhäutige quittierte das mit einem Lächeln und spendierte ihr anschließend noch eine Tasse Kaffee. Sie redeten jedoch nicht mehr miteinander, vielleicht auch weil der Mann der deutschen Sprache nicht mächtig war. Die Frau blickte kurz aus dem Fenster. Als sie sich wieder umdrehte, war ihr Tischgenosse verschwunden.

Als die Frau ihren Kaffee vollends getrunken hatte, schaute sie nach unten, wo sie vorher ihre Handtasche abgestellt hatte. Entsetzt  stellte sie fest, dass die Tasche fehlte. „Na, also doch“ sprach die alte Dame voller Enttäuschung vor sich hin,  „dieser junge dunkelhäutige Mann ist also doch ein Krimineller“.

Voller Enttäuschung ging sie zur Garderobe und holte ihren Mantel. Als sie nochmals ins Restaurant zurückblickte, glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen.  Auf einem Tisch, mitten im Lokal, stand eine  volle, mittlerweile wohl abgekühlte Suppentasse und darunter, am Fuß des Tisches, lehnte ihre Handtasche…

Diese Geschichte habe ich vor einigen Tagen im Autoradio bei einer Fahrt zu einem Kunden gehört und sie hier völlig frei nacherzählt.

Sie kann uns zeigen, wie schnell wir manchmal  über unsere Mitmenschen urteilen und sie oftmals auch verurteilen. Hier in der Geschichte ging alles glimpflich ab. Aber manchmal können solche (Vor-) Urteile auch fatale Folgen haben, sowohl im Arbeits-, als auch im Privatleben.

Bevor wir also zukünftig etwas beurteilen, sollten wir uns für die Abwägung aller Fakten und Tatsachen genügend Zeit lassen.

Ausgabe August 2014

Ein Plädoyer für Bücher und das Lesen

Seit der Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gutenberg hat das Buch einen grandiosen Siegeszug angetreten, der trotz moderner Medien bis heute anhält. In Büchern wird Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Bücher unterhalten und können uns emotional ergreifen. Kurzum, das Buch ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Es gibt aber auch heute immer noch viele Menschen, die noch ganz selten ein gutes Buch gelesen haben.
Finden Sie daher in der aktuellen Emotional Blue nachfolgend zwischen Zitate eingebettet Impulse über die Wichtigkeit des Buches und des Lesens.

Lesen reicht tief nach Innen

Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele

(Cicero, Römischer Redner und Schriftsteller, 106 – 43 vor Christus)

Die großen Meisterwerke der Literatur tragen etwas Göttliches in sich. Wie oft ist es uns schon so ergangen, dass wir beim Lesen eines Buches die Welt um uns vergessen haben. In uns wurden Bilder und Gefühle ausgelöst.

Deshalb ist jemand, der noch nie oder selten Bücher gelesen hat, eigentlich ein zu bedauernder Mensch. Es ist, als würde ihm für seine Seele ein wichtiges Vitamin fehlen.

Schaffen Sie sich immer wieder zeitliche Freiräume für das Lesen von Büchern. Versuchen Sie über Zeitungen und Zeitschriften hinauszukommen und werden Sie zum Buchfan. Geben Sie Ihrer Seele dieses wichtige Vitamin.

*  Übrigens, es sind nicht nur die großen Werke der Literatur, die uns ergreifen und faszinieren können. Ich vergleiche es immer gerne mit einem Spaziergang im Wald. Dort gibt es die großen Bäume. Das sind die vermeintlich großen Werke der Literatur. Aber es gibt da auch noch die oftmals unscheinbaren Pflänzchen am Wegesrand. Das sind die kleinen                      (Selbst-)Verlage, wie z.B. Lyrika.  Unscheinbar, aber oftmals von einer wundervollen Schönheit.

 

Lernen und Lesen

Lesen weitet die Seele  (und ein guter Freund tröstet sie)  (Voltaire)

Auch in unserer heutigen Zeit und selbst in Deutschland gibt es noch sehr viele Menschen, die nicht oder nur sehr schlecht lesen können. Diese Menschen haben einen riesigen Nachteil. Für sie bleibt die Möglichkeit, sich Wissen anzueignen, verschlossen, genauso wie die ganze faszinierende Welt der Bücher und das darin enthaltene Wissen der Menschheit.

Ein ebenfalls nicht unbedeutender Teil unserer Mitmenschen kann zwar lesen, macht jedoch nur selten davon Gebrauch. Auch sie handeln sich einen großen Nachteil ein.

Sie wiederum, die in diesem Buch bereits bis zu diesem Kapitel vorgestoßen sind, gehören zu den glücklichen unter den Menschen, die offen sind für das Lesen und für neues Wissen. An Sie möchte ich an dieser Stelle den Appell richten, auch andere zum Lesen zu animieren. Dies gilt im besonderen Maße, wenn Sie Kinder oder Enkel haben, oder wenn Sie z. B. Chef einer Firma sind. Animieren Sie zum Lesen. Stellen Sie zuhause und wenn Sie Chef sind, in Ihrer Firma Literatur bereit.

Ausgabe Juli 2014

Beitrag in der Goldenen Mitte

Die goldene, eigene Mitte                           

Die Mitte, der Mittelpunkt, das Zentrum sind die elementarsten Dinge des Lebens, auch unseres persönlichen Lebens. Geht die Mitte verloren, erleiden wir in der Tat einen herben Verlust.

„Wir nehmen Dich gerne in unsere Mitte“, diese Aussage vermittelt dem Schutz und Geborgenheit, der dort aufgenommen wird. „Er wurde aus der Mitte verstoßen“, verweist auf das Gegenteil: Schutz, Liebe und Geborgenheit gehen für den verloren, der irgendwie aus der Mitte einer Gemeinschaft ausgestoßen wird. Sie sehen, die Mitte ist von elementarer Wichtigkeit.

Auch die Mitte der Emotional Blue ist von großer Bedeutung. Die erste Hälfte des Magazins endet hier, die zweite Hälfte beginnt. So ist es für mich eine ganz besondere Ehre, diese Mitte mit Buchstaben und somit mit Leben füllen zu dürfen.

Nun möchte ich nicht nur diese Seite irgendwie mit Leben oder mit Buchstaben füllen, sondern für Sie einen wichtigen und hilfreichen Beitrag in Form eines kurzen Impulses hier für Sie niederschreiben. Gerne bleibe ich mit meinem Beitrag beim Thema, nämlich der Mitte, unserer ganz persönlichen ureigenen  Mitte.  Von ganz besonderer Wichtigkeit ist es nämlich, die eigene Mitte nicht zu verlieren und wenn sie schon mal verloren ging bzw. geht, sie immer wieder zu finden. Denn in unserer Mitte sind die wichtigen Lebensaspekte, Hilfen  und vor allem Quellen der Ruhe und Liebe verborgen. Und so können Sie mit Hilfe einer einfachen Atemübung Ihre eigene Mitte immer wieder finden: Ziehen Sie sich an einen ruhigen Ort zurück. Setzen Sie sich bequem oder legen Sie sich hin. Schauen Sie, dass Sie eine Weile nicht gestört werden. Schließen Sie sanft die Augen und atmen Sie langsam ein und aus. Zählen Sie beim Ausatmen Ihre Atemzüge von 1 bis 100 hoch. Schleicht sich ein Gedanke ein beginnen Sie von vorne.  Mit der Zeit versiegen die Gedanken. Genau dieses Stoppen des manchmal angstvollen Denkens sorgt dafür, dass Sie zu Ihrer eigenen Mitte, zu Ihren inneren Kraftquellen vorstoßen können.  Wichtig ist, diese einfache Übung immer wieder zu machen. Dann kann auch mit der Zeit das Zählen der Atemzüge entfallen und es reicht, wenn Sie sich auf Ihre Atmung konzentrieren. Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer Ihre inneren Mittelpunkt finden und so Kraft für den Alltag tanken können.

© Werner Ziegler, 1. Juni 2014

Ausgabe Mai 2014

Der alte Häuptling und der Vogel
(freie eigene Nacherzählung einer alten Indianer-Sage)

Ein Indianerhäuptling hatte nur einen einzigen Sohn. Dieser sollte wie er selbst ein großer Krieger werden und später den Stamm führen. Aber der junge Indianer war kein Kämpfer, sondern ein Musiker. Er sang und tanzte leidenschaftlich gern. Der Häuptling jedoch, der unbedingt einen tapferen und starken Sohn wollte und kein Weichei mit dazu noch in seinen Augen weibischem Gebaren, war mit den Neigungen seines Sohnes nicht einverstanden. Für ihn war völlig unverständlich, wie ein junger, heranwachsender Mann so viel singen konnte. Nein, der noch dazu
einzige Sohn eines Häuptlings musste einfach ein großer Krieger werden.

So entschloss er sich eines Tages dazu, seinen Sohn für 30 Tage und Nächte in die Wildnis zu schicken. Obwohl sein Sohn große Angst empfand und den Vater inständig bat, ihn nicht wegzuschicken, ließ sich der alte Häuptling nicht umstimmen. Und so verließ er mit seinem Sohn an einem Frühlingstag das Lager des Stammes. Der Weg führte weit hinauf in die Berge. Dort hatte der Frühling noch nicht so richtig Einzug gehalten. Aber der Sohn des alten Häuptlings sollte abgehärtet werden und seine Weichlichkeit dabei verlieren. Schließlich gelangten sie zu einer Höhle. Dort ließ der Vater seinen Sohn mit einem Pferd und der Aufforderung, erst nach 30 Tagen und 30 Nächten wieder zurückzukehren, zurück. Ohne sich nochmals umzublicken, ritt der Häuptling wieder heim ins Lager.

Etliche Tage später kehrte in den Bergen noch einmal völlig überraschend der Winter zurück und ein Schneesturm wie er nur alle 20 Jahre vorkommt, überraschte den jungen Indianer, als er auf der Suche nach etwas Essbarem war.

Im Indianerdorf wartete der alte Indianer indes auf das Ende der 30 Tage. Als diese schließlich um waren, kehrte der Häuptlingssohn jedoch nicht zurück. Der Häuptling machte sich jetzt große Sorgen und nach einigen Tagen begann er tief beunruhigt zu suchen. Als er zur Höhle kam, fand der dort nur noch die Reste eines schon lange erloschenen Feuers und einige wenige abgenagte Knochen. Trotz tagelanger Suche konnte er seinen Sohn nicht finden. Mehr und mehr spürte der Vater, dass sein Sohn nie mehr zurückkehren würde. Voller Gram und Trauer kehrte der Häuptling zurück und trauerte viele Monate um seinen Sohn.

Eines Tages, als er wieder von Gram und Schmerz tief gebeugt vor seinem Zelt saß, ließ sich in seiner Nähe auf den Zweigen eines Baumes ein Vogel nieder. Der prachtvoll gefiederte Vogel begann in den allerschönsten Tönen zu pfeifen und sang für den alten Indianer ein wunderschönes Lied. Und sobald der Häuptling von diesem Tag an vor seinem Zelt saß und von Trauer übermannt wurde, kam der kleine Vogel und pfiff seine Melodien.

Plötzlich verstand der alte Indianer. Sein Sohn, auf dessen Rückkehr er insgeheim immer noch gewartet hatte, würde nie mehr heimkommen. Tränen rannen über sein Gesicht.

Aber der Gesang des kleinen Vogels war ihm auch ein Trost. Der alte, grau gewordene Häuptling, dem der Kummer um seinen Sohn tiefe Furchen ins Gesicht gegraben hatte, glaubte fest, dass die Seele seines Sohnes jetzt ihre wirkliche Berufung gefunden hatte und im Körper des kleinen Vogels immer wieder zu ihm zurückkehrte.

Sobald der alte Indianer sich jedoch dem Vogel näherte, unterbrach dieser seinen Gesang und flog davon.

Der kleine Vogel kehrte jedoch immer wieder zurück und erfreute den alten Häuptling bis an das Ende seines Lebens.

 

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